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Nach 10 Jahren als Controller in
internationalen Firmen gründete ich die Firma Wissenskapital
GmbH zusammen mit Prof. Leif Edvinsson.
Der Grund war meine Beobachtung über eine
Lücke zwischen der täglichen operativen Arbeit bei vielen
Firmen und dem Erreichen der strategischen Ziele. Immer
wieder erlebte ich, wie die Kennzahlen manipuliert wurden um
eigene kurzfristige Ziele zu erreichen und das Wohl der
Mitarbeiter und anderer „Stakeholders“ mehr und mehr in den
Hintergrund traten. Offiziell hieß es immer, wir sind
profitabel und deshalb gut, eine Diskussion wo wir in drei
bis fünf Jahren stehen würden, stieß auf Verständnis, aber
es wurde eher als Politik oder als Ethik gesehen und nicht
als „Business“.
Unser Durchbruch kam 2004 mit dem, vom
damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA),
gefördeten Projekt „Wissensbilanz – Made in Germany“, das
ich gemeinsam mit Fraunhofer IPK in Berlin leitete (www.akwissensbilanz.org).
Der Erfolg hat uns auch Aufmerksamkeit bei der Europäischen
Kommission verschafft und wurde unter
www.incas-europe.org
auf europäische Ebene weiter geführt.
Mit meinen Kooperationspartnern Frau
Prof. Dr. Inge Wulf und Herrn Guido Pfeifer haben wir in den
folgenden Jahren bei mittelständischen Firmen unser Konzept
Zukunftsfähigkeitsindex (eng. Earnings Capability Index)
erprobt und sind auf dem Markt seit 2008 präsent.
In diesem Index haben wir die „harten“ Zahlen aus der
klassischen Bilanz mit den „weichen“ aus der Wissensbilanz
zusammengeführt um dadurch eine Aussage zur zukünftigen
Erfolgs- und Finanzkraft eines Unternehmens zu machen.
Dank mittelständischer Unternehmen in
Deutschland und Polen aus unterschiedlichsten Branchen
konnten wir auch unsere Denkweise praktisch testen und zum
Erfolg führen. |