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Ausblick


Welche Nation übernimmt die Führung?
 


Durch die Initiative „Wissensbilanz – Made in Germany“ hat Deutschland viel Terrain gegenüber dem internationalen Wettbewerb zurückerobert. Durch eine Studie der europäischen Kommission (RICARDIS – Reporting Intellectual Capital to Augment Research, Development and Innovation in SME) wurde deutlich dass die deutsche Kultur, gemeinsam mit der Skandinavischen, eher erfolgsorientiert ist als die angelsächsischen oder die südeuropäisch geprägten Kulturen. Die relative Offenheit, über das intellektuelle Kapital an Kapitalgeber und andere Stakeholders zu berichten sowie ein fundiertes prozessorientiertes Denken, sind gute Voraussetzungen, um dieses Thema in die Breite voran zu tragen. Der Vorteil einer effizienten Kommunikation zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer liegt auf der Hand. Auch in Bezug auf den Kreditprozess.

International ist aber viel mehr aufs Spiel. Wollen wir die angloamerikanische Denkweise durch FASB und IFRS übernehmen? Bei den Gesetzgeber und Wirtschaftsprüfer geht es heute nicht darum ob wir das immaterielle Vermögen in einem Jahresbericht haben sollen oder nicht, sondern wie kann so etwas aussehen? Die Japaner (METI – Ministry for Economic Trade and Industry) gehen sogar ein Schritt weiter und wollen die Standards zügig festlegen weil sonst ist die Gefahr, dass die Standards aus anderen Länder übernehmen müssen die höchst wahrscheinlich nicht die Japanische Denkweise genügend berücksichtigt. Die Japaner liegen viel Wert auf langfristige Ziele und an der Belegschaft. Wenn anders denkende Kulturen das Thema Bewertung von immaterielles Vermögen bestimmen werden, ist das Risiko hoch, das diese Besonderheiten gar nicht berücksichtigt werden und japanische Firmen eine zu niedrige Bewertung haben werden.

Es wäre uns sehr angenehm, wenn wir in Deutschland eine ähnliche oder sogar gemeinsame Position mit Japan einnehmen konnten. Durch Wissenskapital GmbH haben wir die Möglichkeiten gehabt, viele internationale Erfahrungen zu sammeln, und es ist uns deutlich geworden, dass verschiedene Kulturen verschiedene Wissensbilanzen (Intellectual Capital Report) haben werden sollen, weil die Wertschöpfungsprozesse anders sind. Eine Standardisierung ohne ein aktives deutsches Mitmachen, wurde diese, unsere Wettbewerbsvorteile, nicht richtig wahrnehmen. Wir müssen wieder als schlechte Kopie dastehen und unsere Wettbewerbsvorteile verschleudern. Bei der Belegschaft und in der Politik wird die Globalisierung wieder als Gespenst statt Freund gesehen werden, mit allen negativen Konsequenzen für das Investitionsklima die wir heute kennen.


Mehr Information über die Wissensbilanz Phase III finden Sie unter
 

http://www.akwissensbilanz.org/
 
   

 


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