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| Die Macht des
Wissens - IHK-Magazin 4/2008 |
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Eva Elisabeth Ernst |
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| Know-how und
Motivation der Mitarbeiter, Führungskompetenzen,
Innovationspotenziale, Kundenzufriedenheit, die organisatorische
Schlagkraft: Mit einer Wissensbilanz lassen sich die weichen
Erfolgsfaktoren eines Unternehmens fundiert beurteilen.
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„Voraussetzung für die Aufstellung einer Wissensbilanz ist, dass
in einem Unternehmen eine offene und ehrliche Kultur herrscht“,
betont Mart Kivikas, Geschäftsführer der Edvinsson & Kivikas
GmbH aus Oberreichenbach. Die Beratungsgesellschaft unterstützt
Mittelständler, aber auch internationale Organisationen wie die
EnBW AG, Caritas oder die Commerzbank AG in deutschsprachigen
Ländern dabei, ihr Wissenskapital einzuschätzen, zu bewerten, zu
pflegen und zu kapitalisieren. „Für ein Unternehmen, das keine
klare Strategie verfolgt oder Führungsdefizite hat, macht es
kaum Sinn, sich mit diesem Thema zu beschäftigten“, warnt
Kivikas. Andersherum gilt: Je klarer die Unternehmensziele
formuliert sind, desto besser funktioniert das Aufstellen der
Wissensbilanz. Um realistische Ergebnisse zu erhalten, dürfen
sich die Mitarbeiter zudem nicht scheuen, manche Gegebenheiten
kritisch zu bewerten. Und die Geschäftsleitung muss akzeptieren,
dass durch eine Wissensbilanz auch Schwächen zutage treten – was
zunächst nicht immer angenehm ist.
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Rudolf Strobl, Geschäftsführer der New Technologies Management
GmbH (NTM) aus München, war angesichts der Ergebnisse der ersten
Wissensbilanz, die er für seine Unternehmensgruppe aufstellen
ließ, ebenfalls nicht überrascht. „In etwa kam schon das heraus,
was ich mir gedacht habe“, so Strobl. „Wirklich verblüffend war
für mich allerdings, wie klar die Wissensbilanz die Realität
widerspiegelt, wie schlüssig und tragfähig die Ergebnisse sind.“
Die Systematik der Wissensbilanz interessierte Strobl vor allem
deshalb, weil sie nachvollziehbare Verbindungen zwischen
Strategie und operativem Geschäft schafft und Defizite aufzeigt.
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